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> Accueil > Actualités > Oktobre 2014 > Informationen und Erklärungen zur Herbizidbelastung in Grund- und Trinkwasser

Informationen und Erklärungen zur Herbizidbelastung in Grund- und Trinkwasser

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Gesetzgebung und Grenzwert

Die luxemburgische Gesetzgebung beschränkt die Belastung des Grundwassers mit Rückständen von Pflanzenschutzmitteln auf 100a ng/l je Einzelsubstanz. Der gleiche Grenzwert gilt auch für das Trinkwasser selbst. Dieser Wert, den auch die EU in ihrer Gesetzgebung festgeschrieben hat, beruht nicht auf toxikologischen Überlegungen. Der Wert entspricht vielmehr der früheren analytischen Grenze, ab welcher ein Wirkstoff eindeutig nachgewiesen werden konnte. Mit ihm sollte, im Sinne des Vorsorgeprinzips, sichergestellt werden, dass diese im Trinkwasser unerwünschten Stoffe nicht vorhanden sind.


Ausnahmebestimmung für eine Überschreitung der Grenzwerte und gesundheitliche Aspekte

Das großherzoglichen Trinkwasserreglement sieht vor dass die für Trinkwasser zuständigen Ministerinnen (Umweltministerin und Gesundheitsministerin) eine zeitlich begrenzte Ausnahmeregelung für die Gültigkeit des strengen EU-Grenzwertes für Pestizide (in diesem Fall Metazachlor-ESA) zulassen können. Diese Entscheidung wird auf Antrag betroffenen Trinkwassersyndikate und Gemeinden (nach derzeitigem Stand SES und SER) getroffen. Die Prozedur ist nur dann anwendbar wenn der Versorger keine alternative sofortige Möglichkeit hat, die Bevölkerung mit Trinkwasser zu versorgen. Diese Maßnahme ist in der EU-Trinkwasserrichtlinie vorgesehen, auf 3 Jahre begrenzt und muss der EU-Kommission zusammen mit einem Aktionsplan mitgeteilt werden. In diesem Aktionsplan sind technische Maßnahmen vorgeschrieben, wie der Grenzwert wieder eingehalten werden kann. Diese Ausnahmeregelungen wurden am 9. Oktober 2014 erteilt. Für diese Übergangszeit hat das Gesundheitsministerium aufgrund von verfügbaren toxikologischen Studien einen zeitlich begrenzten Wert von 3000 ng/l für Metazachlor-ESA festgelegt.
Gesundheitlich geht von Metazachlor-ESA in Konzentrationen unterhalb dieser 3000 ng/l keine Gefahr aus: Selbst bei einer permanenten Aufnahme (3L Trinkwasser täglich während eines ganzen Lebens) bestehen auch für besonders sensible Bevölkerungsgruppen, wie Säuglinge, ältere oder immungeschwächte Personen keine gesundheitlichen Risiken. Generell besteht für Säugetiere kein gesundheitliches Problem.
Zusätzlich wurde umgehend ein spezifisches Herbizid-Messprogramm auf weitere, für die Trinkwasserversorgung Luxemburgs unverzichtbare Grundwasserquellen und -bohrungen ausgeweitet, um ein Gesamtbild der Belastung zu erhalten.

Auch Trinkwasser, welches einer Ausnahmebestimmung unterliegt, kann bedenkenlos getrunken werden!

Hausinterne Filter

Hausinterne Filter können Metazachlor-ESA nicht oder, im Fall von Aktivkohlefilter, nur geringfügig zurückhalten.



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